Wissenschaftliche Musik Medizin

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THEORETISCHE GRUNDLAGEN

Die Harmoniegesetze der Natur im Mikrokosmos der Musik

MUSIK & GEHIRN
Teil 1   •   Teil 2

Chronomedizin

Musik als Harmonikaler Medizinischer Datenträger

Der Status des Ohres im Organismus

Das Ohr als medizinisches Instrument

Die Bedeutung der Seele für die Medizin

Die Bedeutung des Bewußtseins in der Medizin

Die Bedeutung der Seele in der menschlichen Evolution

Die Zukunft der Pharmazie

 

 






Peter Hübner - Micro Music Laboratories

PETER HÜBNER
DIE BEDEUTUNG
DER SEELE
FÜR DIE MEDIZIN


Vor­trag des Klas­si­schen Kom­po­nis­ten und Mu­sik­wis­sen­schaft­lers auf dem „Ele­venth In­ter­na­tio­nal Con­gress on Stress“ des AME­RI­CAN IN­STI­TU­TE OF STRESS in Ha­waii.
„Wenn wir ei­nem Men­schen ganz­heit­lich hel­fen wol­len, dann gibt es be­son­ders auch im Be­reich der Ge­sund­heit kei­nen hö­he­ren na­tür­li­che­ren Stand­punkt, als uns auf die See­le zu kon­zen­trie­ren – al­les an­de­re kön­nen wir nicht als ho­lis­tisch an­se­hen.
Un­se­re Phy­si­o­lo­gie ist nicht ho­lis­tisch. Und in­so­weit, als wir ganz­heit­lich funk­ti­o­nie­ren – als wir über­haupt ho­lis­tisch den­ken –, ist dies nur der Fall, weil un­ser Selbst es so steu­ert.
Dies ist mei­ne per­sön­li­che Mei­nung und Er­fah­rung. Und es ist auch die Aus­sa­ge von Pythagoras, und aus die­sem Grun­de sag­te er: „Die See­le ist der Schlüs­sel für die Ge­sund­heit“.

Wenn wir al­so die Ge­sund­heit ganz­heit­lich bzw. grund­le­gend ver­bes­sern wol­len, dann müs­sen wir bei der See­le an­fan­gen und nicht et­wa bei der Phy­si­o­lo­gie.
Nor­ma­ler­wei­se soll­te die See­le un­se­re Phy­si­o­lo­gie steu­ern bzw. regieren. Aber heute scheint die Phy­si­o­lo­gie zu re­gie­ren oder zu­min­dest zu ver­su­chen, die See­le zu re­gie­ren.

Wie Sie wis­sen, war Pythagoras Arzt. Er war auch Kom­po­nist, Mu­si­ker, Ma­the­ma­ti­ker und Phi­lo­soph; er gab dem Wort „Kos­mos“ sei­ne heu­ti­ge Be­deu­tung, er schuf das Wort „Ma­the­ma­tik“ wie auch das Wort „Phi­lo­so­phie“.
Er war al­so ohne al­len Zwei­fel ei­ner der größ­ten Den­ker un­se­rer Ge­schich­te – und man sagt von ihm nicht von un­ge­fähr, er sei der Be­grün­der un­se­res wis­sen­schaft­li­chen Zeit­al­ters.

Was sei­ne me­di­zi­ni­sche Lehr­tä­tig­keit an­be­langt, so bil­de­te Pythagoras sei­ne Schü­ler in ver­schie­de­nen Stu­fen aus:

Zu al­ler­erst ein­mal kon­zen­trier­te sich sei­ne Aus­bil­dung grund­le­gend dar­auf, dass die an­ge­hen­den Ärz­te die Krank­heit „hö­ren“ lern­ten – erst bei sich selbst und dann bei ih­ren Pa­ti­en­ten. Und schließ­lich bil­de­te er sie aus, dass sie die „Ge­sund­heit“ als sol­che hö­ren lern­ten.

Heu­te mei­nen wir, dies sei un­mög­lich, aber ich kann Ih­nen ver­si­chern, dass ich selbst und auch ei­ni­ge an­de­re, die es ge­wohnt sind, die­se Me­di­zi­ni­sche Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik® re­gel­mä­ßig zu hö­ren – al­so je­den Tag –, ganz all­mäh­lich ler­nen, das Phä­no­men der Krank­heit in sich selbst zu hö­ren, aber auch bei ei­ner an­de­ren kran­ken Per­son, die ge­ra­de den Raum be­tritt, de­ren Krank­heit zu hö­ren.

Es ist nicht so, dass man et­wa von dort ei­nen Ton oder ir­gend­wel­che Klän­ge hör­te – aber auf ir­gend­ei­ne Wei­se ge­langt wohl das mag­ne­ti­sche Feld oder was im­mer es sonst sein mag, von die­ser Per­son in un­ser ei­ge­nes Ge­hirn und Den­ken. Und plötz­lich hö­ren wir es in un­se­rem In­ne­ren.

Am ein­fachs­ten kön­nen wir wohl die Er­käl­tung hö­ren.
Ich weiß nicht, wie vie­le Men­schen schon den Klang ei­ner Er­käl­tung er­fah­ren ha­ben – aber der Klang ei­ner Er­käl­tung ist sehr spe­zi­ell und man kann ihn eben auch: hö­ren.

Wenn al­so ei­ne Per­son, die ei­ne Er­käl­tung hat, den Raum be­tritt, dann kann man dies ent­we­der di­rekt füh­len – auch wenn man selbst kei­ne oder noch kei­ne Er­käl­tung hat: dann kommt es ei­nem aber so vor, als wenn man ei­ne hät­te.
Aber es mag sein, dass es auch hier auf die­ser Kon­fe­renz ei­ni­ge Men­schen gibt, die so et­was di­rekt füh­len. Ist das wahr?

(Eini­ge Kon­gress­teil­neh­mer be­stä­ti­gen, dass sie die­se Er­fah­rung ken­nen – meis­tens aber vom Ge­fühl her).


Digitale Studioeinspielung unter der künstlerischen und technischen Leitung des Komponisten und Musikwissenschaftlers Peter Hübner


Hymnen der Dome • 1. Zyklus - 1. Gesang
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