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Der geschichtliche Hintergrund
der Medizinischen Resonanz Therapie Musik®



PYTHAGORAS

Arzt, Musikwissenschaftler,
Mathematiker,
Begründer unseres
wissenschaftlichen Zeitalters –
er schuf die Voraussetzungen
für die Nutzbarmachung
harmonisch strukturierter
Musik in der Medizin

Die Ge­schich­te der Me­di­zi­ni­schen Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik ist ur­alt – sie be­ginnt in ei­ner Zeit, in der die Kunst, die Re­li­gi­on und die Me­di­zin noch ei­ne Ein­heit bil­de­ten.

So kommt es, daß die äl­tes­ten Kunst­wer­ke bzw. re­li­gi­ö­sen und phi­lo­so­phi­schen Schrif­ten der Mensch­heit von der Wir­kung ei­ner Mu­sik be­rich­ten, wel­che die See­le bil­det, das ge­sell­schaft­li­che Le­ben ord­net und den Men­schen ganz­heit­lich heilt.

Noch vor Be­ginn un­se­rer mo­der­nen Zeit­rech­nung setz­te sich im sechs­ten vor­christ­li­chen Jahr­hun­dert be­son­ders der be­rühm­te Arzt, Ma­the­ma­ti­ker, Phi­lo­soph und Mu­sik­wis­sen­schaft­ler bzw. Mu­si­ker Pythagoras, den ich be­reits mehr­fach er­wähn­te, für den Ein­satz ei­ner Ton­kunst ein, wel­che nach den Har­mo­nie­ge­set­zen des Mi­kro­kos­mos der Mu­sik struk­tu­riert war und ein Le­ben des ein­zel­nen in Ge­sund­heit so­wie im Ein­klang mit der Na­tur för­dern soll­te.

Und die Art und Wei­se, wie die­ser ge­ni­a­le Ge­lehr­te an die­se Sa­che he­ran­ging, ließ ihn schließ­lich zum Be­grün­der un­se­res na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Zeit­al­ters wer­den.

Zur Zeit des Pythagoras hat­te die Mu­sik die sehr be­wuß­te Auf­ga­be, den Men­schen eth­isch zu bil­den; al­le We­sens­merk­ma­le die­ser Kunst kon­zen­trier­ten sich auf das Ziel, das In­nen­le­ben des ein­zel­nen Men­schen na­tür­lich zu ord­nen und sei­ne See­le dar­in aus­zu­bil­den, mit dem Schöp­fer und sei­ner Schöp­fung in ei­ner na­tür­li­chen Har­mo­nie zu le­ben – und auf die­se Wei­se auch von in­nen her na­tür­lich ge­sund zu sein.
Die­se prak­ti­sche Auf­ga­be der Mu­sik war zu je­ner Zeit gleich­zei­tig ei­ne re­li­gi­ö­se, ideo­lo­gi­sche, ethi­sche und rein künst­le­ri­sche.

Pythagoras nun weck­te in die­sem eth­isch ge­präg­ten mu­si­ka­li­schen Wir­ken die Idee des mo­der­nen na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Den­kens, in­dem er die mu­si­ka­li­schen Pa­ra­me­ter, die bis­lang nur re­li­gi­ös, phi­lo­so­phisch oder künst­le­risch ge­faßt wa­ren, mit Maß und Zahl zu ob­jek­ti­vie­ren be­gann; er be­gann die Mu­sik bzw. die Ele­men­te der Mu­sik im ma­the­ma­ti­schen und phy­si­ka­li­schen Sin­ne zu mes­sen.

Für die re­li­gi­ö­sen, phi­lo­so­phi­schen, ethi­schen und künst­le­ri­schen Füh­rer je­ner Zeit war dies ei­ne ge­wal­ti­ge re­vo­lu­ti­o­nä­re Tat, die ihr bis­he­ri­ges Welt­bild auf den Kopf zu stel­len droh­te – und so war es dann kein Zu­fall, daß Pythagoras in ei­nen im­mer stär­ke­ren Stru­del re­li­gi­ö­ser, po­li­ti­scher, phi­lo­so­phi­scher und künst­le­ri­scher An­fech­tung und schließ­lich so­gar in die ideo­lo­gi­sche Ver­fol­gung ge­riet – der er sich ja an­schick­te, mit Hil­fe mu­sik­wis­sen­schaft­li­cher For­schun­gen so­wie mit Hil­fe von Phy­sik und Ma­the­ma­tik die ge­nann­ten Be­rei­che des Le­bens: die Re­li­gi­on, die Ethik, die Phi­lo­so­phie und die Kunst in ein ex­ak­tes Wis­sen na­tur­wis­sen­schaft­li­cher Prä­gung ein­zu­fan­gen und da­mit zu ent­my­sti­fi­zie­ren – was na­tür­lich auch mit ei­nem Ver­lust der bis­he­ri­gen Macht je­ner da­ma­li­gen Len­ker des so­zia­len Le­bens ver­bun­den war.

Pythagoras hat­te im Mi­kro­kos­mos der Mu­sik die na­tur­ge­ge­be­ne Naht­stel­le der Schöp­fung zwi­schen der sub­jek­ti­ven und ob­jek­ti­ven Welt ve­ri­fi­ziert: zwi­schen un­se­rer In­nen­welt mit un­se­ren re­li­gi­ö­sen, ethi­schen, mo­ra­li­schen, phi­lo­so­phi­schen und ideo­lo­gi­schen Vor­stel­lun­gen, aber auch mit un­se­rem Ta­lent, mit un­se­ren an­ge­bo­re­nen in­ne­ren Ei­gen­schaf­ten und Fä­hig­kei­ten auf der ei­nen Sei­te – und der ra­tio­na­len Welt der Ma­the­ma­tik, der Phy­sik, der Che­mie und Bio­lo­gie so­wie der Astro­no­mie auf der an­de­ren Sei­te.

Und er woll­te die­sen Mi­kro­kos­mos der Mu­sik be­nut­zen, um die äu­ße­re und in­ne­re Welt des Men­schen so­wie die hier­aus na­tür­li­cher­wei­se re­sul­tie­ren­den Wis­sen­schaf­ten fest mit­ein­an­der zu ver­schwei­ßen.

Und in sei­ner be­rühm­ten Schu­le zur Aus­bil­dung jun­ger Ärz­te, Na­tur­wis­sen­schaft­ler und Künst­ler lehr­te er so fol­ge­rich­tig zum ei­nen:

  1. das in­tui­ti­ve spon­ta­ne in­ne­re Er­fas­sen der na­tur­ge­ge­be­nen Har­mo­nie­ge­set­ze des Schöp­fers im Mi­kro­kos­mos der Mu­sik des in­ner­geis­ti­gen Vor­stel­lungs­rau­mes, al­so im Be­reich der mu­si­ka­li­schen In­tui­tion bzw. des mu­si­ka­lischschöp­fe­ri­schen Den­kens und Emp­fin­dens, so­wie zum an­de­ren:

  2. das äu­ßer­lich-em­pi­ri­sche: das na­tur­wis­sen­schaft­li­che Er­fas­sen der na­tur­ge­ge­be­nen Har­mo­nie­ge­set­ze des Mi­kro­kos­mos der Mu­sik an­hand sei­nes be­rühmt ge­wor­de­nen „Mo­no­chords“: die ma­the­ma­ti­sche und phy­si­ka­li­sche Un­ter­su­chung des Mi­kro­kos­mos der Mu­sik und des­sen har­mo­ni­ka­len Be­zug zu an­de­ren na­tur­wis­sen­schaft­li­chen Wis­sens­ge­bie­ten wie der Me­di­zin, der Bio­lo­gie, der Phy­sik und der Astro­no­mie.

Die­se um­fas­sen­de For­schungs- und Lehr­tä­tig­keit des Pythagoras galt über den As­pekt der Ge­sund­heit hin­aus der Er­kennt­nis ei­nes ver­ein­heit­lich­ten Fel­des des Le­bens und der Schöp­fung und so­mit der Ent­wick­lung ei­ner ein­heit­li­chen Feld­theo­rie, wie dies un­se­re mo­der­ne Wis­sen­schaft auch an­strebt – aber im Un­ter­schied zu die­ser be­zog Pythagoras hier­bei auch noch die be­deu­ten­den Be­rei­che der Re­li­gi­on, der Ethik, der Psy­cho­lo­gie, der So­zi­o­lo­gie und der Kunst so­wie der Me­di­zin in die­sen ge­sam­ten Pro­zeß der in­te­grier­ten sub­jek­ti­ven und ob­jek­ti­ven Wis­sens­ge­win­nung mit ein: er ver­knüpf­te al­so die geis­tes­wis­sen­schaft­lich-in­tui­ti­ve und die na­tur­wis­sen­schaft­lich-ob­jek­tiv ve­ri­fi­zie­ren­de Er­kennt­nis­ge­win­nung mit­ein­an­der, um so zu ei­ner ganz­heit­li­chen, von na­tür­li­cher Har­mo­nie ge­präg­ten, ver­ein­heit­lich­ten Sicht der in­ne­ren und äu­ße­ren Welt vor­zu­sto­ßen.

Auf die­ser in­te­grier­ten Ba­sis woll­te er die ganz­heit­li­che sys­te­ma­ti­sche Ent­wick­lung der na­tür­li­chen Men­schen­wür­de und den Schutz des Le­bens so­wie der Öko­lo­gie ge­währ­leis­ten.

Be­vor Pythagoras je­doch ein sol­ches na­tür­li­ches Sys­tem der ganz­heit­li­chen Ge­sund­er­hal­tung er­ar­bei­ten konn­te, wel­ches bei je­dem Men­schen glei­cher­ma­ßen An­wen­dung fin­den soll­te – wie wir dies heu­te ver­gleichs­wei­se mit den Ta­blet­ten ver­su­chen –, wur­de sei­ne Aus­bil­dungs­stät­te zer­stört, da er als zu­kunfts­wei­sen­der Phi­lo­soph mit star­ker per­sön­li­cher Aus­strah­lung den herr­schen­den Dik­ta­to­ren zu ge­fähr­lich er­schien.

Die ei­nen be­rich­ten, daß Pythagoras nach di­ver­sen An­schlä­gen auf sein Le­ben und Wir­ken schließ­lich im Rah­men ei­nes Brand­an­schlags ir­gend­wo in Ita­lien ums Le­ben ge­kom­men sei – an­de­re be­rich­ten, daß er auch die­sen be­sag­ten An­schlag über­lebt ha­be und flie­hen konn­te.

Wie dem auch sei, ge­blie­ben von ihm ist uns das be­rühm­te Denk­mal ei­nes Men­schen, der da­bei war, die na­tur­ge­ge­be­nen Har­mo­nie­ge­set­ze des Le­bens mit Hil­fe der In­tui­tion und mit Hil­fe na­tur­wis­sen­schaft­li­cher For­schung zu er­grün­den, zu ob­jek­ti­vie­ren und für al­le Be­rei­che des prak­ti­schen Le­bens nutz­bar zu ma­chen – be­son­ders auch für den Be­reich der Ge­sund­heit des ein­zel­nen.
Und so grei­fe ich heu­te als Kom­po­nist auf das Den­ken und Wir­ken die­ses gro­ßen Ge­lehr­ten un­se­res Al­ter­tums zu­rück.

In mei­nen mu­sik­wis­sen­schaft­li­chen Un­ter­su­chun­gen in­tui­ti­ver und na­tur­wis­sen­schaft­li­cher Art ge­he ich als Ton­schöp­fer ein­zig und al­lein von je­ner schlich­ten The­se die­ses uni­ver­sa­len Ge­lehr­ten aus, in wel­cher er pos­tu­lier­te, daß die na­tur­ge­ge­be­nen Har­mo­nie­ge­set­ze des Mi­kro­kos­mos der Mu­sik, der mensch­li­chen See­le, des bio­lo­gi­schen Le­bens und des Kos­mos iden­tisch sei­en.

Wenn die­se Fest­stel­lung Pythagoras’ stimmt – wel­cher sich nach ihm noch ei­ne gan­ze An­zahl be­rühm­ter Ge­lehr­ter an­ge­schlos­sen hat –, dann er­scheint es mir heu­te vor al­lem erst ein­mal wich­tig, dem ein­zel­nen Hö­rer mit Hil­fe von Mu­sik die­se na­tur­ge­ge­be­nen Har­mo­nie­ge­set­ze sei­nes Le­bens und der Schöp­fung, wie wir sie in­tui­tiv und an­hand äu­ße­rer Un­ter­su­chun­gen im Mi­kro­kos­mos der Mu­sik vor­fin­den, zu­gäng­lich zu ma­chen, in­dem ich mei­ne mu­si­ka­li­schen Wer­ke nach den na­tur­ge­ge­be­nen Har­mo­nie­ge­set­zen des Mi­kro­kos­mos der Mu­sik struk­tu­rie­re – was mich in mei­ner künst­le­ri­schen Frei­heit kei­nes­wegs ein­schränkt, eher so­gar noch be­fruch­tet.

Und die von Pro­fes­sor Reznikov und sei­nem For­schungs­team durch­ge­führ­ten Un­ter­su­chun­gen und kli­ni­schen Be­ob­ach­tun­gen mit der Me­di­zi­ni­schen Re­so­nanz The­ra­pie Mu­sik zei­gen deut­lich – so mei­ne ich – daß ein ge­mein­sa­mes Wei­ter­ge­hen auf dem Weg der Er­for­schung und Er­schlie­ßung der na­tür­li­chen Har­mo­nie­ge­set­ze des Mi­kro­kos­mos der Mu­sik ei­nen wich­ti­gen Bei­trag für die Ent­wick­lung ei­ner ganz­heit­li­chen Me­di­zin dar­stellt. Ich la­de Sie al­le ein, da­ran mit­zu­wir­ken.


Auszug aus:

Peter Hübner
Die Harmoniegesetze der Natur im Mikrokosmos der Musik

Aus einer Vor­le­sung des klas­si­schen Kom­po­nis­ten an der me­di­zi­ni­schen Fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Hei­del­berg, der Uni­ver­si­tät Tel Aviv und der Uni­ver­si­tät Mag­de­burg so­wie aus den da­ran an­schlie­ßen­den Ge­sprä­chen über die Nutz­bar­ma­chung der na­tur­ge­ge­be­nen Har­mo­nie­ge­set­ze des Mi­kro­kos­mos der Mu­sik für die Me­di­zin.